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Gynaikokratie 4 – Lustsklaven und die Sissy

In dieser Folge erfahren wir mehr über die Verhältnisse dieser Enklave der Frauenherrschaft. Außerdem hat Kasimir die erste persönliche Begegnung mit einer Soldatin, einer Trans-Zofe und zwei Sklaven.

Ich hatte mehrere Stunden in meiner Kammer verbracht. Es war ein eher karges Zimmer mit einem knarzenden Bett aus Metall, dessen weißer Anstrich an manchen Stellen abblätterte. So stellte ich mir die Zimmer eines Klosters vor. Nur dass hier kein Kreuz über dem Bett genagelt wurde, sondern ein einfaches, in Holz geschnittenes Symbol der Heiligen Vulva.

Mein Blick hatte sich an die Nacktheit langsam gewöhnt. Zuerst wanderten meine Augen unentwegt zu meinem Schritt, wo die kleine Keuschheitsvorrichtung aus Edelstahl meinen Schwanz im Griff behielten. Darunter befand sich das kleine Vorhängeschloss, dessen Schlüssel noch immer im Besitz der Obersten Administratorin Klara war.

In all den Stunden geschah gar nichts. Neben dem Bett stand nun ein Paar Bast-Schlappen, die zu tragen mir erlaubt war. Manchmal schnappten meine Ohren ferne Geräusche auf dem Gang – Stimmen, Fetzen von Gelächter. Doch dieses karge weiße Zimmer befand sich weit weg vom Schuss. Vorbei an der verschlossenen Tür ging in all der Zeit niemand.

Dann endlich hörte ich das Rasseln des Schlüssels und die Tür öffnete sich.

Herein trat eine Zofe. Sie war vermutlich in ihren späten Vierzigern. Unter all der Schminke steckte offensichtlich ein Mann. Doch seine Beine waren sehr erfahren mit dem Tragen von High Heels, denn ich konnte nicht anders, als eine gewisse Grazie bewundern.

Die Zofe trug ein Tablett auf der Handfläche, das sie nun gekonnt balancierte, während sie zugleich die Tür wieder verschloss.

„Tut mir Leid!“, rief sie mit gewisse Hektik in ihrer Stimme. „Ich bin etwas spät dran, doch ich musste bei Klara erst den Zimmerschlüssel holen.“

Sie stellte das Tablett auf die kleine Kommode neben dem Schrank. Es befand sich ein Teller mit Essen und Getränk darauf. Und das nötige Besteck.

„Ich heiße Anuschka“, sagte die Zofe und reichte mir die Hand. „Du bist der Neue … Wie haben sie dich getauft?“

„Kasimir“, antwortete ich.

Anuschka trug eine schicke Korsage und Pumps mit sehr hohen Absätzen. Die Haare waren offensichtlich eine Perücke und das Makeup erinnerte ein wenig an japanisches Kabuki-Theater. Ihr Unterleib war gewohnt nackt und ihr Schwänzchen steckte ebenfalls in einem Käfig. Schon als sie zuvor die Tür verschlossen hatte und mir dabei ihren Hintern zudrehte, hatte ich den kleinen Griff eines Analplug erblickt.

Ich wollte gierig nach der Gabel greifen, doch Anuschka stoppte mich grinsend.

„Es ist Gebetszeit“, erklärte sie und deutete mir an, aufzustehen.

Wir hatten neben dem Bett gerade genug Platz, um nebeneinander zu stehen. So rutschten wir beide auf die Knie und begannen die vorgeschriebenen Verneigungen.

Während ich mich über das Essen stürzte – ich hatte inzwischen einen ziemlichen Hunger – nahm Anuschka Platz am Fenster. Die langen, rot lackierten Fingernägel fischten eine Zigarette und ein winziges Feuerzeug aus dem Ausschnitt. Sie öffnete das Fenster ein wenig, zündete sich die Kippe an und zog genüsslich daran.

„Heute Abend wirst du bei der Versteigerung vorgestellt“, erklärte sie. „Aber ich würde mir keine Sorgen machen. Du wirst schon eine Baronesse finden.“

„Kriege ich dann auch so einen Plug“, wunderte ich mich.

„Klar, das ist ein Zeichen des Besitztums“, erwiderte Anuschka. „Außerdem hilft der Plug ein wenig die Erektionen zu unterbinden, was sonst etwas schmerzhaft ist. Naja, wirkt nicht bei jedem so. Manche sind so sehr auf passiven Analsex eingestellt, dass es bei ihnen eher den umgekehrten Effekt hat …“ Sie lachte auf, musterte dabei meinen Schritt. „Dir würde ich wirklich gerne deinen dicken Schwanz blasen“, flüsterte sie.

„Das ist – glaube ich – ziemlich verboten“, meinte ich trocken und kratzte mit der Gabel die Reste der Tortellini vom Teller.

„Es gibt Wege“, murmelte Anuschka. „Wenn du Interesse haben solltest …“

Ich schüttelte den Kopf. Transen waren nie mein Ding. Außerdem brannte noch immer mein Hintern von den drei Initiationsschlägen und so hatte ich ganz sicher nicht vor, weitere Schläge herauszufordern. Softes Spanking schien hier gänzlich unbekannt zu sein.

„Wie du willst“, sagte sie. „Aber bedenke, dass du neu hier bist. Wie lange trägst du den Käfig? Drei Stunden? Sprechen wir nochmal, wenn es dreißig Tage sind. Da wirst du denken, meine Lippen gehören Marilyn Monroe.“

Ich schmunzelte ein wenig und schüttelte ungläubig den Kopf.

„So. Meine Aufgabe ist es nun, dich ein wenig in den Alltag hier einzuweisen. Das dreifache Beten kennst du nun bereits und damit den ersten Punkt des Gynaikokratischen Regelwerks.“

„Wie viele Regeln gibt es denn?“

„Genug“, sprach Anuschka. „Es wird erwartet, dass du sie irgendwann alle auswendig kennst. Sie liegen übrigens unter deinem Kissen.“

Ich hob verwundert das Kissen neben mir hoch und starrte auf einen braunen DIN-A4-Umschlag. Darin befanden sich mehrere Seiten Papier.

„Gute Lektüre vor dem Einschlafen, zumal die Baronessen und die Administratorin Regelbrüche über alles verabscheuen. Doch meine Aufgabe besteht vor allem darin, dich mit der Hierarchie der Herrinnen bekannt zu machen.“

Ich beendete gerade mein Essen und so lehnte ich mich zurück, gegen die kalte Wand, und verdeutlichte damit meine Aufmerksamkeit. Langsam fühlte es sich nicht mehr so seltsam, hier splitternackt vor einem fremden Menschen zu sitzen, mit einem Vorhängeschloss unter den Eiern.

„An der Spitze steht Königin Regina“, begann Anuschka. „Ihre Hoheit hast du schon kennen gelernt. Daneben gibt es die Hohepriesterin Kaira, die Vorsteherin des Tempels der dreifachen Weiblichkeit. Auch sie dürftest du schon kennen.“

Und ob, dachte ich, während ich noch immer das Brennen meines geschwollenen Hinterns spürte.

„Direkt unter der Königin stehen die drei Rätinnen dieses Reiches – Fürstin Patrizia, Fürstin Gloria und Fürstin Tamara.“

Lady Tamara war ich bereits begegnet. Sie war es, die mich damals mittels einer Kontaktanzeige rekrutierte und sich die Zeit nahm, mit mir auf einen Kaffee zu gehen.

„Dann ist da die Oberste Administratorin Klara“, fuhr Anuschka grinsend fort, „Die du ja bestens kennen dürftest, da sie dir schließlich deinen Käfig verpasst hat. Darunter sind die Kriegerinnen, angeführt durch Kommandantin Bellatrix. Halt dich von den Kriegerinnen fern, denn so lange du noch keiner Baronesse gehörst, sind sie für dich zuständig und haben auch entsprechendes Strafrecht über dir. Du willst nicht Bellatrix in die Hände fallen. Wenn dich diese Butch in die Mangel nimmt, wirst du dir wünschen, erneut von Kaira initiiert zu werden.“

„Ich werde mich vorsehen“, meinte ich.

„Dann gibt es hier einen ganzen Hofstaat aus Baronessen, den du im Laufe der Zeit kennen lernen wirst. Denn die Baronessen halten sich gerne Sklaven und tauschen diese auch gerne wieder ein. Frag mich nicht, wer auf der Hierarchieleiter höher steht – die Baronessen oder die Kriegerinnen. Das ist eine eher unklare Sache. Auf jeden Fall erwerben die Offizierinnen der Kriegerinnenstand auch manchmal Sklaven. Bete zu Julia Caesaris, dass dich eine Baronesse kauft und nicht eine Offizierin.“

„Worin liegt der Unterschied?“

„Die Baronessen lieben es, von einem Sklaven verwöhnt zu werden. Du hilft deiner Baronesse beim Baden und Ankleiden. Du darfst ihr als Fußschemel dienen und die meisten von ihnen sind von der Idee besessen, perfekte Lecksklaven heranzuziehen. Das ist alles in allem kein schlechtes Schicksal.“ Anuschkas Lächeln verflog plötzlich. „Doch die Offizierinnen … Nun, das ist eine andere Geschichte. Die meisten von ihnen sind Lesben und was noch schwerer wiegt – sie hassen Männer. Wenn eine Offizierin doch einen Sklaven erwirbt, so tut sie es nur, um ihren Sadismus an ihm auszulassen. Im Besitz einer Offizierin dreht sich alles um Disziplin und man wird nur geschunden. Das kann ein sehr elendes Leben sein. Da sollte man schon deutlich mehr maso sein, als die meisten Männer hier …“

Ich musterte sie verdutzt und hoffte inständig, dass mich heute Abend keine Offizierin auch nur anschaut.

„Unter den Baronessen und Offizierinnen stehen die Zofen“, erklärte Anuschka weiter.

„Wie du?“

„Nein“, sie lachte kurz auf. „Ich bin nur eine unwürdige Trans-Zofe, die davon träumt, eine eigene Muschi zu haben. Die echten Zofen stehen direkt über mir. Sie sind zumeist ultra-masochistische Biofrauen, die freiwillig auf der untersten Stufe der Frauenwelt stehen. Alles, das sich unter ihnen befindet, hat einen Pimmel. Einige von ihnen sind gefallene Baronessen, die bestraft und degradiert wurden. Die meisten sind für den Bürokram und die alltägliche Verwaltungsarbeit zuständig. Sie unterstehen unmittelbar der Obersten Administratorin Klara. Viele lassen sich aber auch von den Kriegerinnen versklaven und missbrauchen. Dies ist eine Welt, in die weder du noch ich einen richtigen Einblick haben. So kann ich nur mutmaßen, was sich da alles hinter verschlossenen Türen abspielt.“

„Heftig“, sagte ich nur. Es war eine seltsame Welt, in die ich da hineingeraten war. Vieles an diesem Mikro-Staat war lebensfroh und heiter, während es wiederum Aspekte an Gynaikokratia gab, die man nur als düster bezeichnen konnte.

„Unter den Zofen stehen dann die Trans-Zofen“, fuhr Anuschka fort. „Also Wunsch-Weibchen wie ich. Dadurch, dass ich bereit bin Frauenkleidung zu tragen und die Lebensweise einer Frau angenommen habe, verschafft mir hier gewisse Privilegien. So stehen alle Trans-Zofen hierarchisch noch über den restlichen Männern.“

„Und die sind erwartungsgemäß der Bodenbelag dieser Gesellschaft …“

„Du hast es erfasst. Wobei auch die Männer sich hier in zwei Schichten teilen. Höher stehen die Sklaven – also Männer, die unmittelbar im Besitz einer Baronesse, oder einer Offizierin stehen. Vergessen wir nicht, dass manch eine Baronesse einen potenten Sklaven vorzieht. Einige Sklaven tragen den Keuschheitsgürtel nur noch zur Schau, wenn sie im Gebäude unterwegs sind. Von Keuschheit kann da keine Rede mehr sein. Doch dies ist eine freie Entscheidung der Baronesse.“

Ich ahnte bereits, dass wir nun zu der untersten Schublade dieser Hierarchie kommen würden.

„Und schließlich kommen die Sykophanten – also herrinlose Männer wie du. Erkennbar daran, dass sie keinen Plug tragen und gänzlich rechtelos sind. Sogar ein Sklave kann dir befehlen, ihm den Fuß zu küssen, oder seine Toilette zu putzen, wenn es ihm behagt. Wir alle kamen wie du hier einst an und hatten unsere Existenz als wertlose Sykophanten begonnen. Ich habe viele Jahre meiner Herrin Lara gedient, doch als sie mich aufgab, wollte ich nicht in eine so niedrige Existenz als Sykophant zurückkehren und entschied mich darum für die weiblichen Gewänder. Damit stehe ich auch über den Sklaven. Sie müssen sich vor mir zwar nicht verneigen, genauso wie sie sich nicht vor Zofen verneigen müssen. Doch Zofen und Trans-Zofen dürfen Sklaven Aufgaben erteilen und ihnen befehlen. Vorausgesetzt ein solcher Befehl ist nicht im Konflikt mit dem Auftrag einer Baronesse.“

„Was ist, wenn mich keine Baronesse und keine Offizierin nimmt?“

„Du kannst dich immer für die Aufgaben einer Trans-Zofe entscheiden. Dies ist eine sichere Stellung, da eine Trans-Zofe zwar auch auf dem Sklavenmarkt gehandelt wird. Schließlich mögen einige Baronessen die feminisierten Sklaven besonders. Doch es gehört zu einem Privileg der Trans-Zofen das Übernahmeangebot einer Baronesse oder Offizierin abzulehnen. Sykophanten und Sklaven haben dieses Recht nicht.“

„Und wenn ich keine Frauenkleidung tragen möchte?“

„Nun, es gibt hier viele Männer, die herrinlos leben. Sie reinigen die Toiletten, arbeiten in der Küche. Doch sie werden von den Sklaven und den Zofen gleichermaßen drangsaliert. Es ist ein elendes Leben. So strebt jeder Sykophant danach, endlich zu einem Sklaven aufzusteigen.“

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