Als ich vor neun Jahren begonnen hatte, mich an das Thema BDSM und an ein Dasein als Subbie anzunähern, wusste ich wirklich nicht, was mich erwartet. Ich hatte da also meine Befürchtungen.
Es war nicht so, dass ich mich in die Thematik Hals über Kopf gestürzt hätte. Ich ging zuerst zu einem Stammtisch hier in München und einmal bin ich auch ins Kitty gegangen. Das war eigentlich ganz nett. Ich sah all diese bekannten Leute, die man so von diversen SM-Plattformen kennt, weil sie Fotografen sind, oder Maler oder einfach nur so eine Art Szene-Persönlichkeiten. Da ich aber eher schüchtern bin, war das für mich mehr ein heimliches Eindringen in diese fremdartige Sphäre. Ich habe mich da durch die Korridore geschlichen, von einem Raum in den nächsten und habe mir alles angeschaut.
Es gab auch allerlei kleine Zellen dort – man konnte einfach die Tür aufmachen und rein sehen. Meistens befand sich bereits ein paar drin, das fröhlich am Spielen war. Entweder wurde eine Subbi dort ausgepeitscht, oder es fand irgendeine Blowjob-Situation statt. Wer aber auch immer drin war, hat sich zumeist gefreut, dass plötzlich eine etwas unbedarfte Besucherin in der Tür stand. Einmal hatte mir der Dom in so einer Zelle einfach die Reitgerte in die Hand gedrückt und mich aufgefordert, seine Freundin (oder Frau?) . Das hatte ich dann auch getan, vermutlich recht unbeholfen. Ist ja irgendwie auch nicht meine Seite des Flusses.
Das alles waren tolle Erfahrungen, aber die Leute auf so einem Fest waren sehr zivilisiert, was in erster Linie bedeutet, dass sich jeder um seinen Kram gekümmert hat. So richtig jemanden kennengelernt habe ich dort nicht. Ich hatte paar Wochen später meinen Mut zusammengenommen und bin abends in so einen richtig derben Swinger-Club gegangen. Ich weiß auch nicht mehr, was mich da geritten hat. Es war nicht gerade die richtige Meile, um waschechte Doms kennen zu lernen. Im Nachhinein denke ich, dass ich damals einfach nur zu viele Hormone im Körper hatte – so zwecks sexueller Frust und so. Das macht dann etwas gedankenlos. Frauen machen immer Witze über Männer, die mit ihren Schwänzen denken, aber bei Frauen ist es nicht viel anders. Da sehen nur die Konsequenzen ganz anders aus.
Ich habe die Nacht im Swingerclub überlebt. Als eine alleinstehende Frau von 28 Jahren war ich dort ziemlich im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit. Ich wurde unentwegt angestarrt und angemacht. Unsicher hatte ich mich dabei nicht gefühlt. Der Laden hatte einen recht aufmerksamen Wirt, der selbst so aussah, als könnte man ihn kaum verarschen. Also ging ich einfach mal mit der Strömung und ergab mich der Erfahrung. Es war zwar kein BDSM, aber ich hatte eine eher devote Verhaltensweise an den Tag gelegt und das war dann irgendwie ähnlich.
Allerdings hatte ich mich dort nicht auf GV eingelassen. Irgendwie war mir nicht danach, mich da in diesem schummerigen Licht auf irgendwelche Matratzen zu begeben. Aber ich hatte zwei Männern einen runtergeholt und einem Blowjob gegeben. Der hatte sofort verstanden, wie ich ticke und packte mich dabei fest an den Haaren und presste meinen Kopf unentwegt in seinen Schritt. Der wusste einfach, wie ich ticke.
Danach hatte ich den Entschluss gefasst, endlich mal den großen Sprung zu machen und mich vollständig einem Dom anzuvertrauen. Zu diesem Punkt hatte ich in einem Fetisch-Forum Annette kennengelernt. Die war nämlich genauso wie ich am Anfang ihrer Reise und suchte auch einen Dom, doch vor allem den Mut, keine halben Sachen mehr zu machen. Als ich Andreas online kennen lernte, hatte ich ein recht gutes Gefühl. Das Problem war nur, dass ich ihn auch nicht zu sehr kennen lernen wollte. Wenn frau dann den Dom wie den eigenen Bruder kennt, ist irgendwie auch ein Teil des Zaubers verschwunden. Und dazu würde es später noch kommen. Warum gleich alles vorwegnehmen?
Damals hatte ich über das „Covern“ gelesen und so hatte ich mich gleich mal mit Annette verabredet und wollte sie als meine Cover-Person anheuern. Beim Covern ist es so, dass eine Vertrauensperson zuhause mit dem aufgeladenen Handy sitzt und während die Frau zu ihrem Date fährt. Meistens ruft man da an und gibt Bescheid, bevor man ins Haus geht, respektive klingelt. Weitere Anrufe werden vereinbart. Zum Beispiel nachdem ersten Kennenlernen in der betreffenden Wohnung. Und dann gibt es den abschließenden Anruf, wenn das Date wieder vorbei ist. Sozusagen als Entwarnung.
Es gibt aber auch ganz hartes Covern, indem die Vertrauensperson draußen vor dem Haus im Auto sitzt, um notfalls schneller und effektiver handeln zu können. Vermutlich klingt das etwas paranoide, falls du (liebe Leserin) das noch nie gemacht hast. Das Problem ist halt, das Sex und SM bei solchen Abenteuern nur dann wirklich Spaß machen, wenn frau sich fallen lassen kann und in der Situation aufgeht. Die ganze Zeit unterschwellig Zweifel zu haben, ob das nun eine gute Idee war, das ist dann nicht die richtige Verfassung. Da kann ich es gleich bleiben lassen.
Also erzählte ich Annette, ob sie mich denn zum Termin fahren könnte und dann samt Handy im Auto waren würde, bis ich nach zwei Stunden wieder herauskam. Annette runzelte nur die Stirn.
„Zwei Stunden im Auto sitzen, das klingt nicht so reizvoll“, meinte sie. „Wäre es nicht besser, wenn ich mitkomme?“
Der Vorschlag hatte mich etwas umgehauen.
„Ich weiß nicht, ob das Andreas so recht wäre, wenn wir da plötzlich als zwei Subbis aufkreuzen.“
Sie brach in Gelächter aus. „Ich glaube, du verstehst nicht so viel von Männern, oder? Am wenigsten von Doms.“
OK, heute verstehe ich, warum sie so gelacht hat.
Wir haben es dann einfach so durchgezogen. Ich hatte allerdings Andreas bescheid gesagt, dass ich gerne eine devote Freundin mitbringen würde und siehe da – er hatte nichts dagegen. Er wollte nur wissen, ob wir denn auch bi seien. Warum wollte er das nur wissen? Nein, keine Angst – ich bin nicht ganz so dumm. Das war ohnehin ein Thema, über das Annette und ich schon gesprochen hatten. Sie hatte davor schon einmal bei mir übernachtet, nachdem wir ziemlich viele Tequilas gebechert hatten (die Bar ist zum Glück im selben Häuserblock, wie meine Wohnung). Da gab es dann in der Tat allerlei nächtliches Fummeln, bevor wir eingeschlafen sind. Was allerdings relativ zügig war.
Da waren wir also – an der Tür zu einer Wohnung in der sich der Dominus befand, dem wir uns ausliefern wollten. Andreas sah in echt durchaus so aus, wie auf den Fotos – was ja nicht immer der Fall ist, wenn Menschen sich kennen lernen. Er war sehr charmant, wenn auch in typisch dominanter Manier ein besserwisserisches Alphamännchen. Aber darüber will ich mich auch nicht beklagen. Wir wollen immer Doms und müssen dann eben akzeptieren, dass sie sich nicht immer so benehmen, wie wir es von gewöhnlichen Männern erwarten.
Andreas goss uns gleich mal recht große Gläser mit einem teuren Champagner voll. Er wusste eben, wie man zwei verschüchterten Subbis die Angst nimmt. Natürlich könnte man das nun auch andersherum sehen und darüber meckern, dass wieder ein Mann erstmal in Angriff nimmt, eine Frau abzufüllen – in diesem Fall sogar zwei. Aber bitte schön, dass wäre in dieser Situation eine unsinnige Bewertung. Wir sind mit recht unsittlichen Absichten hingegangen und dabei haben ein wenig unsere Hände gezittert. Alles gut!
Unser Dom begann den ernsten Teil des Abends sehr verspielt. Er produzierte einen riesigen Spielwürfel aus Holz und ließ uns darum würfeln, welche von uns beiden sich als erste ausziehen würde. Ich hatte eine fünf gewürfelt, während Annette mit einer vollkommen jämmerlichen zwei abschnitt.
Sie sah mich etwas überfordert an. Mein Blick sagte so etwas wie: Hey, du wolltest unbedingt mitkommen, also runter mit der Jeans.
Andreas begutachtete Annette, fuhr mit der Spitze seiner Reitgerte über ihre Körperkonturen, ihre Nippeln, bis hin zu ihren Schamlippen. Meine Mumu begann bei dem Anblick wie wild zu pochen. Er setzte sich auf einen großen Holzstuhl, mit einer hohen Rückenlehne, der fast wie eine Art Thron aussah. Er nahm Annette übers Knie und spankte erstmal ihren Po mit der bloßen Hand. Ich starrte lüstern auf die roten Handabdrücke auf ihrem weißen Hintern. Als er sie dann aufstehen ließ, blieb nicht unbemerkt, dass ihr Schritt einen kleinen Fleck auf seiner schwarzen Lederhose hinterlassen hatte. Autsch. Sie musste sich hinknien und es ablecken. Am Ende erhielt sich noch eine kleine Ohrfeige.
Nun war ich erstmal dran. Andreas tadelte mich, weshalb ich die verstrichene Zeit nicht dafür genutzt hatte, mich bereits auszuziehen. Da hatte er natürlich recht. Ich ahnte schon, dass es nicht schwer sein würde, bei mir Anlässe für Strafen zu finden. Ich hatte erwartet, dass ich mich auch wieder über Andreas‘ Knie legen müsste, doch wie sich zeigte, hatte er für mich andere Ideen parat. Annette musste währenddessen in der Ecke knien und durfte zusehen. Doch leicht sollte sie es nicht haben – den unser Dom befahl ihr, die Arme parallel auszustrecken und so zu verharren. So etwas kann nach einer Weile schwerer sein, als ich dachte.
Der Dom befahl mir sogleich, mich auf den besagten Stuhl zu setzen. Ohne viel Rücksicht griff er nach meinen Knien und zog sie breit auseinander. Nun so da zu sitzen, splitternackt und ihm derart meinen Schritt zu präsentieren, das fiel mir schon schwer. Ich hatte so etwas noch nie vorher gemacht. Andreas gefiel wohl, was er da sah – sein zuckender Mundwinkel machte das deutlich. Er legte ein kleines Köfferchen auf den Tisch. Ein wirklich seltsames Teil, ging mir damals durch den Kopf. Es war so eine Art Kinderkoffer, in den man eigentlich Bauklötze aufräumen würde. Ich vermutete schon, dass da keine Bauklötze drin waren.
Stattdessen begann er aus dem winzigen Koffer Klemmen und Klammern herauszunehmen. Die ersten zwei kamen natürlich auf meine Brustwarzen. Ich hasse das! Nein, ich liebe das. Ich hasse das! Nein, ich liebe das. Ich bin einfach nur so an den Nippeln empfindlich. Aber das macht es natürlich zu einer echten Erfahrungszone für meinen Masochismus.
Nach drei Minuten schossen mir Tränen in die Augen, weil es so weh tat. Natürlich konnte Andreas es sich nicht nehmen, gegen die Klemmen zu schnippen, was natürlich verdammt geschmerzt hatte. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits zwölf Klammern an meinen Schamlippen – auf jeder sechs. Das war ein ähnlicher Spaß. Wenn es auch stimmt, dass ich dort beim weiten nicht so empfindlich bin, wie an den Brustwarzen. Bevor ich mich umsah, hatte ich fünf Klammern an der Unterlippe.
„Jetzt steh auf und knie dich hin“, befahl der Dom.
Ich tat wie geheißen, was sehr unangenehm war. Da war ich also auf den Knien, behangen mit Klammern und Klemmen wie eine perverse Lichterkette.
Andreas ging neben mir kurz in die Hocke und streichelte über meinen Kopf.
„Na gefällt dir das, kleine Schlampe?“, fragte er mich.
Ich stöhnte nur, denn ohnehin würde ich mit fünf Klammern auf der Unterlippe nur albern klingen. Doch vermutlich wollte Andreas genau das bezwecken.
„Was war das?“, rief er. „Ich habe dich nicht verstanden.“
Ich deutete auf Annette, die in der Ecke kniete und uns zusah.
„Sie hat längst nicht mehr ihre Arme gestreckt“, murmelte ich unverständlich.
„Oh, du Petze“, rief Annette aus ihrer Ecke.
Andreas ging zu ihr rüber, packte sie am Ohr und zog sie zu mir.
„So, so… Meine Anordnungen werden nicht befolgt. Knie dich ebenfalls hin – vor Micha.“
Wir beide Mädels knieten nun gegenüber. Annette amüsierte es sich ein wenig bei meinem Anblick. Die fünf Klammern auf meiner Unterlippe waren sicher peinlich genug, doch mein Gesicht gab inzwischen den stechenden Schmerz an meinen Nippeln unentwegt wieder. Sie konnte einfach nur da knien und mich angrinsen. Frechheit.
Andreas war das wohl nicht entgangen.
„Du kannst jede Klammer oder Klemme deiner Wahl abgenommen bekommen“, sagte er zu mir. „Doch du musst verstehen, dass jede Klammer, die bei dir abgenommen wird, an exakt der selben Stelle bei Annette dran gemacht wird.“
Er hielt kurz inne und ließ seine Entscheidung auf uns wirken.
„Und?“, fragte er mich. „Möchtest du, dass ich bei dir irgendwelche Klemmen abnehme?“
„Mippeln“, rief ich. „Mippeln.“ So klang es zumindest, mit alle den Klammern auf meiner Unterlippe.
Ah, tat das weh, als er sie beide abgenommen hat. Doch dann war der Schmerz vorbei und dafür war ich echt dankbar.
Stattdessen kniete nun eine stirnrunzelnde Annette vor mir und stöhnte mit zwei Klemmen auf ihren Brustwarzen.
„Noch mehr?“, fragte Andreas.
„Uippe“, murmelte ich. Die Unterlippe tat zwar nicht so arg weh, eigentlich ließ sich das aushalten – doch ich fand, dass es an der Zeit war, dass Annette mal total albern aussah.
So tat der Dom entsprechend. Die Klemmen an meiner Labia hatte ich behalten – ich bin ja nicht ganz so gemein. Außerdem gefiel mir der Schmerz.
„Jetzt kniet euch nebeneinander, statt gegenüber“, befahl Andreas.
Wir hatten natürlich erstmal versucht, uns beide entsprechend zu drehen, was dazu führte, dass wir dann immer noch nicht nebeneinander knieten.
„Ihr seid unfähig“, zeterte der Dom.
Schließlich kriegen wir es hin.
„Jetzt beugt euch vor!“
Wir knieten Seite an Seite auf allen vieren. Ich spürte Annettes Knie an meinem Knie.
„Und wer covert jetzt eigentlich wen?“, flüsterte Annette. Wir brachen in Gelächter aus.
„Ach ihr denkt, dass das lustig ist?!“, echauffierte sich zum Schein Andreas.
Da geht er zu seinem Kleiderschrank, neben dem dieser typische Zylinder stand, in den man in Restaurants Regenschirme er hatte da eine Menge einzelner Schlagwerkzeuge etwas längerer Ausmaße. Er kam mit einem recht dicken, doch vor allem langen Rohrstock zurück.
„Scheiße“, zischte Annette.
„Ach nee“, ich darauf, ganz leise.
„Augen voraus!“, wetterte der Dom.
Annette griff nach meiner Hand, während wir da auf allen vieren nebeneinander bibberten.
Andreas trat hinter uns und verschwand aus unserem Sichtfeld.
Was auch immer jetzt kommen würde, sollte ziemlich schlimm sein.
Uuuuuuuund – Cliffhanger!

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