Nadjas erster Schlag machte deutlich, dass sie kräftige Arme besaß und nicht vorhatte, „so als ob“ zu bestrafen. Ich stöhnte laut auf.
„Das wird dich lehren, pünktlich zu sein“, erzählte sie zwischen den Schlägen mit einer strengen Stimme.
Es zwickte gewaltig, war aber auch gut auszuhalten. Es mag natürlich sein, dass es den meisten verflixt unangenehm gewesen wäre, doch ich bin halt ein Masochist und bis zu einem gewissen Grad stellt für mich Schmerz auch eine Lust dar. Ich bin da halt seltsam im Kopf gepolt. Das erkannte ich daran, dass nach zehn Schlägen noch immer nicht meine Erektion weggegangen war. Die Spanking-Bank war aber mit einem Polster überzogen, das mit dem typischen roten Leder überspannt war, welches man mit BDSM-Möbeln in Verbindung bringt und fühlte sich das für meinen Schwanz doch recht angenehm an. Zumal ich nach den eher stärkeren Streichen mit der Reitgerte ein wenig mit meinen Hüften zappeln konnte, was ich wiederum dazu benutzte, meinen Prügel schön gegen das Leder zu reiben.
Nach den dreißig Schlägen mit der Reitgerte war ich durchaus bedient und dachte daran, dass ich nicht dagegen hätte, wenn es nun vorbei wäre. Doch es war noch nicht einmal die Hälfte. Oh weh!
Nadja legte nun die Reitgerte weg und griff nach der Neunschwänzigen Katze – diesem berüchtigten Klassiker des BDSM. Dies war eine eher kleinere Ausgabe, kaum länger als ein dreiviertel Meter. Sie begann damit die versprochenen zwanzig Schläge auszuteilen.
Die Neunschwänzige fühlte sich eben ganz anders an, als die Reitgerte. Die einzelnen Schläge hatten nicht einen so starken Biss, doch dafür verteilte sich da eher ein grundsätzliches Brennen über meinem Hintern. Ich stöhne und ächzte nach jedem Schlag. Doch nutzte ich die Haue auch dazu, weiterhin lustvoll mein Becken gegen das Lederpolster zu reiben. Nadja war dieser Aspekt der Geschichte nicht aufgefallen, sondern hätte sie es sicher unterbunden.
Während die zwanzig Schläge mit der Neunschwänzigen vonstatten gingen, fasste ich plötzlich die Idee, oder viel mehr die Frage, ob es mir denn gelingen würde, auf diese Weise zu kommen. Es bestand ja kein Zweifel daran, dass Nadja mit mir nicht schlafen würde. Dies wäre auch nicht in Danielas Sinne gewesen und um ehrlich zu sein hatte ich auch nicht den Eindruck, dass Nadja von mir allzu angetan war. Für sie war ich nur ein überfälliger Sub mit einigen dicken Minuspunkten bei ihrer Freundin.
Aber sollte das klappen, musste ich alle Register ziehen, die es zu ziehen gab. Ja, Schmerzen konnten mich scharf machen, gerade wenn sie von einer so strengen und etwas kaltschnäuzigen Lady ausgeteilt wurden. Doch von dort ist es noch ein langer Weg zu einem Orgasmus. Die meiste Zeit sind Peitschenschläge eine devote, erotische Erfahrung für mich – sie können aber nicht eine sexuelle Aktivität ersetzen. Allerdings war das auch so, dass mich Daniela diesbezüglich recht kurz gehalten hatte. Zwar hatte ich sie viel geleckt und ihr Facesitting genossen, aber selbst kam ich nicht so viel zum Zug. Ich war also durchaus sehr geil und dass trotz wachsender Schmerzen mein Ständer nicht wegging, deutete daraufhin, wie sehr da eine Spritztour überfällig war.
Ich schloss einfach die Augen und ließ den Schmerz der Schläge mich durchdringen. Den Schmerz annehmen, ohne sich zu sperren, war damals etwas, das mir noch nicht so leicht fiel – über die Jahre bin ich darin besser geworden. Doch damals war es das erste Mal, dass ich es einfach versucht hatte – mich vollständig den Schlägen zu ergeben. Zugleich hatte ich angefangen mir vorzustellen, wie diese unterkühlte Südländerin (beim BDSM ist das offensichtlich kein Widerspruch) mir nach der Strafe befahl, sie zu besteigen. Ich erheischte einige Blicke auf sie, während sie die Neunschwänzige schwang und vertiefte damit meine Fantasie. Vor meinem geistigen Auge sah ich sie nackt, mit breit gespreizten Schenkeln. Ich stellte mir vor, wie sie beim Sex ihre langen roten Fingernägel in meinen Hintern krallte und mit ihren Armen meine Bewegungen unterstützte, damit ich noch etwas tiefer dringen konnte.
In diesem Kopfkino passierte ich recht erfolgreich die zwanzig Schläge mit der Neunschwänzigen. In der kurzen Pause versuchte ich nicht daran zu denken, welches Schlaggerät als nächstes kommen würde, sondern hielt mich an der Nadja-Fantasie fest. Wenn sie nur wüsste, sie würde mir vermutlich noch 500 Schläge oben drauf legen.

Meine Gedanken wurden jäh unterbrochen. Das Holzpaddel war alles andere als lustig. Ich quiekte geradezu auf. Mein Hintern brannte nach dem ersten Schlag wie Feuer. Das Paddel war ein verdammt harter Abschnitt. Dabei an irgendwelche Kopfkinos zu denken, war ein Ding der Unmöglichkeit. Zum Glück hatte Herrin Nadja dafür nur zehn Schläge bemessen.
Als nächstes kam das Lederpaddel dran. Das war dann eine echte Wonne. Ich stöhnte vor mich hin und bemühte mich, mir nicht anmerken zu lassen, dass meine Reaktionen nicht nur Schmerzstöhnen war. So segelte ich ziemlich lässig durch die 15 Schläge mit dem Lederpaddel. Das Ding fühlte sich einfach geil an. Streng, aber in einem erträglichen Rahmen. Ein heißes Zwicken eben, das meinen Schwanz noch mehr pochen ließ. Ich übertrieb meine Reaktionen etwas, damit ich meine Hüften schön bewegen konnte. In meinem Kopf ging es ganz schön wüst zu. Ich stellte mir vor, dass Nadja sich auf den Bauch legen würde und mich aufforderte, sie anal zu vögeln. Ich würde in sie eindringen und die Enge ihres Hintertürchens spüren. Patsch! Ich zuckte wie im Schock. Ich hatte ganz den Schlagwerk-Wechsel verträumt. Doch Nadja stand bereits neben mir und hatte den ersten Schlag mit einem Rohrstock platziert.
Das allerdings war eine andere Gattung. Ich ärgerte mich, dass ich es nicht geschafft hatte, noch vorher unauffällig zu kommen, während sie den Lederpaddel verwendet hatte. Auf der anderen Seite wusste ich, dass im Finale der unerträgliche Rohrstock stand. Und hätte ich davor schon abgespritzt, wären die letzten Schläge die Hölle gewesen. Es ist ja so, dass unbefriedigte Lust durchaus gegen den Schmerz wappnet. Ich hatte zwar noch nie Schläge „nach dem Orgasmus“ erlebt – aber ich stellte es mir nicht gerade prickelnd vor. Klar, oder?
So blieb mir nur eins übrig. Zu versuchen jegliche Spannung in meinem Körper zu lösen und einfach nur den Schmerz akzeptieren. Das ist aber verdammt schwer, wenn die Lady einen Rohrstock schwingt. Dabei war ich so kurz davor gewesen …
Die Rohrstockstrafe war sicherlich das deftigste, was ich bis dahin an SM erlebt hatte. Aber das war ohnehin zu diesem Zeitpunkt nicht so viel. Und doch war der Schmerz gewaltig und jaulte etwas zusammen. Doch diese krasse Zielgerade hatte einen gewaltigen Vorteil – die Intensität machte es ohnehin unvermeidlich, dass ich meinen Unterkörper rieb und mit den Hüften kreiste, was das Zeug hielt, ohne dass es allzu auffällig war.
Plötzlich wusste ich, dass es klappen würde. Ich sah das vertraute Gefühl in mir aufsteigen. Bis zum Ende der Strafe waren es gerade mal vier Schläge. Ich ließ mir sogar noch etwas Zeit, zögerte es hinaus. Ich hielt den aufsteigenden Orgie wie das Feuer einer Kerze in meiner Hand. Und dann – dann fiel der letzte Streich auf meinen Po.
Ich stöhnte vor Schmerzen auf, doch dieses Stöhnen ging zeitgleich in das Ächzen eines Höhepunkts.
„Sag mal, was treibst du denn da?“, wunderte sich Nadja. Ich wagte es gar nicht, sie anzuschauen und lag nur schwer atmend da, mit dem Gesicht zwischen den Oberarmen.
Sie löste den Rückengurt und die Fußfesseln. Dann ging sie um mich herum und machte die Handfesseln auf.
Mich befiel nun eine gehörige Scham. Typisch, dass davon nichts zu spüren war, bevor es „passiert“ war. So ein Mist.
Es half aber nichts, ich musste mich aufrichten und aufstehen. Ein wenig war ich selbst neugierig. Der Anblick war verheerend. Das ganze Polster war gänzlich verunreinigt. Schuldbewusst blickte ich Nadja an. In meiner Erinnerung schwebte noch immer das ausgedachte Bild, wie sie stöhnend auf dem Bauch liegt, während ich sie von hinten nehme.
„Ich glaube, ich spinne“, sagte sie nur und schüttelte den Kopf. „Ich denke, dein Abend bei mir ist noch lange nicht vorbei.“
Sie verschwand nebenan und kehrte mit einem Mobiltelefon zurück.
„Ich muss das erstmal mit Daniela besprechen und in Erfahrung bringen, wie sie zu dieser Schweinerei steht.“
Ich schluckte schwer. Die Peinlichkeiten waren lange nicht vorbei.
Sklave Ralf
(für lesbar befunden und deshalb öffentlich gemacht von Mistress Toxic)

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