(Falls du den 1. Teil dieser Kurz-Serie noch nicht gelesen hast: Die Verleihung eines Sklaven – Teil 1 )
Am Dienstag Abend begab ich mich zur Nadja, ganz so, wie meine Geliebte es mir in ihrem Brief befohlen hatte. Das war eine sichtlich unruhige Anreise. Ich hatte Nadja nicht gekannt, ich wusste nicht wie sie aussah und konnte kaum vorhersagen, was genau mich erwartete.
Auf jeden Fall achtete ich darauf, pünktlich zu sein. So war ich viel zu früh dran und lungerte ziellos in ihrem Viertel hin und her, was meiner Unruhe nur wenig half.
Schließlich kontrollierte ich noch einmal meine Uhr und drückte dann aufgeregt den Klingelknopf. Ein Teil von mir wünschte sich plötzlich, dass niemand zuhause war und dass ich unverrichteter Dinge zurückfahren würde. Ein verrückter Gedanke, denn war das hier nicht genau das, was ich gesucht habe?
Doch meine Überlegungen wurden jäh durch das deutliche Brummen der Gartentür. Ich drückte gegen den Griff und betrat das Grundstück.
Natürlich gab ich mich möglichst lässig und gelassen, als wäre das Ganze einfach nur ein riesen Spaß, an dem teilzunehmen ich mich bereit erklärt hatte. So lief in zügigem Tempo durch den kleinen Garten, dann eine kurze Treppe hoch. Nadja wohnte in einer eigenen Haushälfte und schien durchaus Geld zu haben. Bevor ich überhaupt die Hand auf die Eingangsklinke legen konnte, öffnete sich die Tür und ich stand vor Nadja.
„Du musst Ralf sein“, begrüßte sie mich. Sie lächelte freundlich, aber ohne Übertreibung.

Sie war deutlich älter als Daniela und ich. Ich schätzte sie auf 40. Sie trug eine Reithose samt Stiefel, als wäre sie gerade von einem Ritt zurück. Ihr Oberteil war ein weinrotes Hemd, dessen unterer Saum zusammengebunden war.
Sie war sonnengebräunt und ihre langen Haare waren irgendwo an der Grenze zwischen dunkelbraun und schwarz. Ich erinnere mich, dass mir gleich die kleine Narbe auffiel, die sich unweit ihres linken Auges befand.
„Magst du etwas trinken?“, fragte sie.
Ich antwortete, dass mir Wasser reicht und sie stellte nur Augenblicke später ein volles Glas vor mich.
„Ich weiß nur wenig bescheid“, sagte Nadja. „Dani hatte gesagt, du hättest einen Brief für mich?“
Ich räusperte mich unsicher und griff in meine Jackentasche. Ich reichte ihr Nadjas Nachricht. Sie las es, sichtlich schmunzelnd.
„Tja, klingt vertraut“, meinte sie anschließend und legte den Brief auf die Küchentheke. „Hundert Sklaven später kennste einfach alle Maschen und Verhaltensformen von Kerlen.“
Sie öffnete eine Schublade und holte einen einfachen Schreibblock mit Kugelschreiber heraus und legte ihn neben den Brief. Dann begann sie mein Strafmaß zu errechnen.
„Dienstag fünfzehn Minuten Verspätung – das sind fünfzehn Schläge …“ Sie legte eine einfache Zahlenreihe an. „Samstag immerhin acht Minuten – das sind weitere acht Schläge. Eine Aufgabe gänzlich versäumt – das sind zwanzig Schläge. Drei mal unrasiert erschienen – das sind drei mal fünf Hiebe. Fremden Frauen nachschauen …“ Sie sah zu mir hoch. „Ist es das erste Mal, dass das bemängelt wurde?“
„Ja“, antwortete ich mit erstickter Stimme.
„Ziehe dich doch schon mal aus“, forderte sie mich auf und widmete sich wieder dem Brief. „Geistiges Fremdgehen – dreißig Schläge.“
Ich war froh, dass sie mir nicht beim Ausziehen zusah. Für einige Augenblicke fühlte ich mich unbeobachtet und ließ etwas hektische die Kleidungsstücke herunterfallen. In der Küche war es etwas kühl und als ich die Socken auszog, trat ich verunsichert von einem Fuß auf den anderen.
„Auch die Unterhose“, brummte Nadja ohne mich anzublicken. „Typisch Mann. Anderen Frauen nachschauen, das ist immer OK. Aber sich selbst mal ansehen lassen, da ist man plötzlich schüchtern.“
Zaghaft zog ich auch das letzte Kleidungsstück aus, das meine halbe Erektion verbarg und versuchte dabei möglichst selbstbewusst auszusehen. Sie blickte nun endlich vom Papier hoch und musterte mich von Kopf bis Fuß. Ich entdeckte in ihrem Gesicht nicht den Hauch einer Regung, die mir verraten hätte, ob ihr der Anblick gefiel, oder ob sie gänzlich desinteressiert war.
„Unverschämte Antworten – zehn Schläge“, fuhr sie fort. „Da hat sich einiges angesammelt.“
Sie begann zu addieren und hielt mir das Blatt mit dem Ergebnis vor die Nase.
„88 Schläge, mein Lieber“, sagte sie. „Findest du es angemessen?“
„Mm-h“, antwortete ich.
„Kannst du in ganzen Sätzen sprechen?!“
„Ich verdiene meine Strafe“, sagte und trank schnell einen Schluck Wasser. Mein Mund fühlte sich sehr trocken an.
„Dann gehen wir mal“, meinte Nadja und bedeutete mir durch die nächste Tür weiterzugehen. Wir durchquerten ein schön eingerichtetes Wohnzimmer, mit einem warmen weichen Teppich, den ich ganz deutlich unter meinen nackten Fußsohlen fühlte. Ich rechnete damit, dass sie mir hier befehlen würde, mich über eine Sessellehne zu bücken, doch sie bedeutete mir nur weiter zu gehen. Es war das nächste Zimmer, wo die Musik spielte.
Nicht wörtlich natürlich. Der Raum war eindeutig ihre Folterkammer. An der Wand hingen Peitschen und Gerten. Und sie besaß eine regelrechte Spankingbank. Ich drückte meinen Bauch gegen das Lederpolster und streckte meine Arme aus. Sie befestigte mit schnellen Griffen meine Handgelenke in den entsprechenden Manschetten.
Ich fühlte, wie sie die beiden Gurte um meine Oberschenkel schwang und sie ganz feste gegen die Beine der Bank fixierte.
Nadja kam um die Spankingbank herum und stand nun vor mir und betrachtete mich mit einem geübten Blick.
„Du kommst mir wie ein Zappelmaxe vor“, sagte sie. „Ich lege besser noch einen Rückengurt an.“
Sie legte den breiten Ledergurt über meine Nierengegend und band ihn anschließend unter meinem Bauch fest. Nun war auch mein Oberkörper fixiert und rütteln konnte ich höchstens ein wenig mit den Handgelenken.
Nadja stellte einen kleinen Tisch vor mich, nur drei Handbreit vor meine Nase. Sie trat an ihre Wand mit den Instrumenten und begann das passende Werkzeug auszusuchen. Dabei ließ sie sich eine Menge Zeit.
„Ich würde sagen, die ersten 30 Schläge machen wir mit dieser Reitgerte“, erklärte sie und legte das Instrument auf das Tischchen. „20 Schläge mit dieser kurzen Neunschwänzigen. Dann 10 deftige Schläge mit diesem Holzpaddle. Das liegt immer schon schön in meiner Hand. 15 Schläge mit diesem kleinen Lederpaddle. Und den Rest … 13 Schläge, wenn ich mich nicht irre …“ Ihre Hand glitt zu meinem Schrecken bis zum äußersten Rand ihrer Sammlung. „… mit diesem großen Rohrstock.“
Mein Herz schlug noch heftiger, von Zweifeln die mich zunehmend überfielen, gar nicht zu sprechen. Gleichzeitig fühlte ich, dass mein Schwanz immer härter wurde. Ich ahnte, dass mir das bald vergehen würde.
Nadja legte den Rohrstock zur Auswahl.
„Hast du den Gelben Onkel schon mal gespürt?“, fragte sie.
Ich schüttelte stumm den Kopf.
„Ich gebe dir nachher eine Salbe mit, zum Auftragen“, sagte Nadja mit kalter Stimme. Dann verließ sie das Zimmer und ließ mich weiterhin auf die Schlagwerkzeuge starren. Ich hörte im Hintergrund, dass sie sich die Hände wusch.
Dann kam sie zurück, trat an eines der Regale, die mich mehr an den Lagerraum eines Sexshops erinnerten und zog ein Paar Handschuhe heraus. Sie zog sie und ballte kurz die Hände zu Fäusten.
„Dann legen wir mal los“, sagte sie.
Sklave Ralf
FORTSETZUNG FOLGT
(für lesbar befunden und deshalb öffentlich gemacht von Mistress Toxic)

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