Daniela war eine sehr dominante Persönlichkeit, die etwas Mühen hatte, geeigneten Partner zu finden. Es mag sein, dass es draußen ganze Legionen aus Anwärtern gibt, doch das Problem war, dass Dani keine SMlerin war. Sie trug zwar gerne Leder und allerlei Fetisch-Klamotten, doch war es bei ihr eher ein Fashion-Statement, als der Ausdruck davon, dass sie sich bald ihre eigene Folterkammer einrichten würde. Aber sie war durchaus sehr tonangebend und erwartete, dass ihr Liebhaber sie auf den Händen trug, ihr nie widersprach und wie ein treuer Diener alle Wünsche von ihren Augen ablas. Als sie gemerkt hatte, dass ich gut kochen kann, Manieren habe, etwas vom Wein verstehe und eine Ausbildung als Handwerker besitze – ließ sie mich in ihre Welt hinein. Von da an hatte ich um sie herum viel zu tun. Sie rief auch mal gerne an und verlangte meinen Einsatz. Entweder bei Einkäufen, oder mit ihrem Auto.
Nun, das mag alles nach riesiger Ausnutzung klingen, doch an dieser Stelle sollte ich vielleicht erklären, dass Daniela sehr sexuell war. Sie liebte es z.B. Facesitting (manche nennen es ja Queening) zu betreiben, oder mich exakt auf ihre Cunnilingus-Bedürfnisse abzustimmen. Sie meinte da immer, sie würde mich in dieser Kunst so präzise ausbilden, dass ich für immer für andere Frauen „verdorben“ wäre.
Da sie wusste, dass ich mit Holz umgehen kann, war das nur eine Frage der Zeit, bis sie mir befahl, eine anständige Smotherbox zu bauen. Das sind niedrige Holzkästen, die mehr eine Art kleinen Thron darstellen und einer Herrin das Facesitting erleichtern. Beim Facesitting ist es so, dass – will die Herrin den armen Sklaven nicht gänzlich ersticken -, da ständig eine Spannung in den Oberschenkeln gehalten werden muss, um sozusagen nicht gänzlich auf dem Gesicht aufzusitzen. Und das mag zehn Minuten unproblematisch sein, doch je mehr Zeit vergeht, desto weniger Geruhsamkeit stellt sich da ein. Doch bei einer Smotherbox kann die Lady ihre Beine entspannen. Der Sklave muss nur vorher durch die seitliche Öffnung den Kopf unter den Thron stecken und warten, bis der Schoss der Dame gerade mal so seine Nasenspitze berührt.
Somit kann man hier nicht davon sprechen, dass sie mich für lästige Pflichten benutzt hätte, ohne dass ich davon etwas hätte. Ich habe jede Begegnung mit ihr genossen, denn sie war sehr originell und sehr sinnlich.
Doch eine Sache interessierte Daniela überhaupt nicht: Spanking, und das Bestrafen im Allgemeinen. Sie war dominant und das bedeutete, sie erwartete, dass man tat, was sie sagte. Und wer sich sträubte, oder ungenügend war, wurde von ihr nicht bestraft, sondern einfach nur geschickt, wo der Pfeffer wächst. Sie bestrafte eben nur in dem sie einen Korb gab.

Natürlich fand ich es etwas seltsam, dass eine Frau zwar dominant ist, aber nicht auf Spanking steht. Doch es gibt auch mehr als genug submissive Männer, die nicht masochistisch sind. Somit hatte ich mich damit abgefunden, so ganz nach dem Motto: Man(n) kann eben nicht alles haben. Doch dann hatte sie ganz aus Spaß gesagt, dass Nadja, eine ihrer besten Freundinnen, eine Vollblut-Domina mit Faible für die Züchtigung wäre – und dass sie mich zu ihr schicken würde, sollte ich mir Fehltritte leisten. Nun, für mich wurden da allerlei Vorstellungen und Fantasien geweckt und ich habe ein wenig bedauert, dass dies alles nur im Scherz war. Ich hätte es sehr faszinierend gefunden, wenn meine Geliebte Daniela mich zur Bestrafung zu ihrer Freundin Nadja geschickt hätte. Wie oft erlebt man denn sowas?
Nach einigen Wochen – Daniela und ich hatten uns da inzwischen gut kennengelernt und ich dachte, dass zwischen uns durchaus eine greifbare Freundschaft bestand – übergab sie mir am Ende unseres Treffens in der Tür einen Umschlag. Ich hatte mich gewundert und gewitzelt, ob da denn Geld drin sei und ob ich denn wirklich so gut war?
Sie hatte nur den Mund verzogen und gesagt, ich soll den Brief erst zuhause öffnen. Mein Herz klopfte da richtig, denn ich fürchtete, dass das irgendeine Art von Abschied war und dass sie keine Lust hatte, es mir Auge in Auge zu sagen.
Als ich nach Hause kam, riss ich hastig den Umschlag auf. Was ich vorfand, war schockierend. Ich habe den Brief noch immer hier und tippe ihn mal ab.
„Ralf!
Ich schätze deine Hingabe und deine Bereitschaft zu folgen. Doch komme ich nicht umhin festzustellen, dass du bereits begonnen hast, hierbei nachlässig zu sein. Typisch Mann! Am Anfang seid ihr alle voll dabei, doch je sicherer ihr euch fühlt, desto mehr kommt der Teil von euch zum Ausdruck, der keiner Frau der Welt gefällt.
Warst du am Dienstag nicht fünfzehn Minuten zu spät gekommen? Warst du am Samstag davor nicht immerhin acht Minuten zu spät gekommen, trotz unserer klaren Verabredung? Auch hattest du mir versprochen, Preise zum Vergleich für das neue Armaturenbrett im Bad einzuholen, was bis heute nicht geschehen ist.
Und du bist bereits dreimal bei mir recht unrasiert aufgeschlagen – auch das haben wir nicht gewettet. Was jedoch am meisten ärgert, ist dein Verhalten in der Öffentlichkeit. Es ist mir nicht entgangen, dass du anderen Frauen hinterherschaust und einige deiner (als Witze gemeinten) Bemerkungen machen deutlich, dass du hierbei deine Gedanken gerne auf Reisen schickst. Und ebenso wenig sind mir einige Antworten und Rückmeldungen nicht entgangen, die ich (um ehrlich zu sein) etwas unverschämt fand.
Ich könnte aus der Tatsache, dass du bereits weniger bei der Sache bist, als es am Anfang der Fall war, die Konsequenzen ziehen und die ganze Sache beenden. Doch ich hatte mich hierzu mit Nadja unterhalten. Sie konnte mich davon überzeugen, dass ich einem Mann, der immerhin schon sehr gute Qualitäten bewiesen hatte, eine zweite Chance geben sollte. Und das tue ich hiermit.
Doch Strafe muss sein. Wir werden unser anstehendes Treffen am Dienstag ausfallen lassen. Dafür wirst du zur selben Uhrzeit zur Nadja gehen. Du wirst ihr diesen Brief übergeben. Aus den darin geschilderten Vergehen wird sie eine wirksame Strafe ermessen. Diese wirst du dann anstandslos hinnehmen.
Solltest du mit der Disziplinierung nicht zurecht kommen, oder auf irgendeine Weise dabei eine schlechte Figur machen, brauchst du dich bei mir nicht mehr blicken zu lassen.
Gruß,
Daniela
PS: Hier die Anschrift von Nadja. Ich würde dir wirklich ans Herz legen, hierbei pünktlich zu sein.“
Dass ich mich da erstmal setzen musste, überrascht kaum. Ich war ganz schön aufgeregt. Da war einerseits all die Sehnsucht. Doch nun, da ich es derartig schwarz auf weiß hatte, befiel mich auch eine gewisse Angst. Bis zum Dienstag waren es noch zwei Tage. Ich wusste, dass ich bis dahin ziemlich unruhig sein würde und vermutlich kaum schlafen kann.
Sklave Ralf
(für lesbar befunden und deshalb öffentlich gemacht von Mistress Toxic)

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